145 Werte: #53 Gelassenheit – bitte mehr davon im Management!

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Gelassenheit – gemeinsam mit Mut und Weisheit eine Manager-Tugend, die oft unterschätzt wird. Was es mit diesem Werte-Trio auf sich hat? Führungskräfte brauchen die Gelassenheit, um Dinge einfach stehen zu lassen, die sie momentan nicht verändern können. Sie brauchen auch Gelassenheit, um Situationen auszuhalten, denen sie aktuell hilflos ausgeliefert sind. Aber mit Gelassenheit allein lässt sich nix managen – es braucht auch den Mut, zum richtigen Zeitpunkt ins Tun zu kommen und veränderbare Dinge zu verändern. Die wichtigste Tugend allerdings ist die Weisheit, die uns erkennen lässt, wann der richtige Zeitpunkt für Gelassenheit oder für Mut gekommen ist.

Doch zurück zur Gelassenheit: Warum empfinden wir gelassene Menschen als angenehm? Gelassenheit ist eine distinguierte Form von Coolness und eine elegante Art, sein Selbstvertrauen unaufdringlich zur Schau zu stellen. Nicht umsonst besteht eine Wortverwandtschaft zwischen „Gelassenheit“ und „Lässigkeit“. Wir bewundern diese Menschen, weil sie in allen Lebenslagen die Ruhe bewahren und damit eine Basis für gute Entscheidungen schaffen. Ihnen haftet eine gewisse Leichtigkeit an. Gelassenheit als Grundlage für vernunftbasiertes Agieren, für entfesseltes, lösungsorientiertes und optionenreiches Denken und Handeln. Nichts ist alternativlos, Angela Merkel: mit Gelassenheit lassen sich Alternativen entdecken, die einem mangels innerer Ruhe und äußerem Druck verborgen bleiben.

Wie können wir Gelassenheit üben? Indem wir in kniffligen Situationen zuerst mal das Bauchgefühl wahrnehmen, das in uns ausgelöst wird, anstatt die Umstände kognitiv als „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten. „Was macht diese Situation mit mir?“, „Wie fühle ich mich unter diesen Umständen?“, „Warum fühle ich einen Entscheidungsdrang?“ sind kluge Fragen, die sich erfolgreiche EntscheiderInnen zuerst stellen. Danach folgen weitere kluge Fragen wie „Muss ich das jetzt entscheiden?“, „Was passiert, wenn ich jetzt (nicht) entscheide?“ oder „Wessen Interessen berühre ich mit meiner (Nicht-)Entscheidung?“. Im zweiten Schritt reihen wir alle Antwortmöglichkeiten auf einer Skala auf und bewerten unsere Handlungsoptionen als miserabel, so-la-la oder exzellent.

Was unterscheidet einen gelassenen von einem getriebenen Menschen? Er bedenkt alle Folgen seiner Entscheidung sowohl für sich selbst als auch für alle anderen Betroffenen.

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